Sermo die 1
b. Augustini Parisius habitus

vasauri
Text
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Beschreibung
Datierung


Pergamenthandschrift, Erfurt,
Universitäts- und Forschungsbibliothek, Ca 2° 36, f. 1r.
Quelle: homo doctus - homo sanctus [Stadtmuseum, S. 12]

Ein goldenes Gefäß, fest, geschmückt mit der Edelkeit alles Gesteines.
(Jes. Sir. 50,10)


  1 Zum Preise des hl. Augustinus kann dieses Schriftwort passend angeführt werden; und zwar wird er außer anderem unter dem Bilde des Gefäßes in drei Dingen gepriesen, die sich an dem Gefäß finden: erstlich in der Kostbarkeit des Stoffes, indem durch das Gold die Weisheit versinnbildet wird: ein goldenes Gefäß, zweitens in der Anlage der Form: geschmückt mit der Edelkeit alles Gesteines, drittens in der Größe seines Gewichtes: fest.
  2 Erstlich also wird er gepriesen wegen der Kostbarkeit des Stoffes, das heißt der Fülle der Weisheit und Wissenschaft, die (in ihm) unter verschiedenen Habitus vereinigt war. Er war nämlich ein guter Theoretiker, ein vorzüglicher Logiker, und ein überragender Ethiker. Denn so gliedern uns die Meister die Wissenschaft der Philosophie, nämlich in theoretische, logische und ethische oder praktische Philosophie. Diese Einteilung beruht auf jenen drei Tätigkeiten, die abwechselnd die Menschen so beschäftigen, daß sie niemals zu einer Zeit von einer der drei gänzlich ausruhen: Denken, Sprechen und Handeln. Die theoretische Philosophie teilen sie dann weiter ein in Mathematik, Physik und Ethik oder Theologie. "In der Naturphilosophie muß man sich aber", wie Boethius in seinem Buch Von der Dreifaltigkeit ausführt, "in logischer Schlußfolgerung, in der Mathematik nach methodischer Gesetzmäßigkeit und in der Theologie spekulativ bewegen, und man darf sich (in dieser Wissenschaft) nicht zu (bloß) bildlicher Auffassung verleiten lassen, sondern muß vielmehr die Form betrachten, die im wahren Sinne Form ist und nicht nur Abbild (jene Form), die das Sein ist und aus der das Sein ist; denn alles Sein stammt aus der Form". Der Mathematiker aber scheidet in methodischer Betrachtung die Formen und Figuren, die der Materie tatsächlich anhaften, ab. Der Physiker, das heißt der Naturphilosoph, untersucht die Ursachen der Qualitäten, der Bewegungen und der Quantitäten. Der Ethiker oder Theologe betrachtet tiefer schauend die Ideen der Dinge, die im göttlichen Geiste, bevor sie in die Körperwelt hinausgingen, von Ewigkeit her in intelligibler Form bestanden.
  3 Und über das Göttliche macht er seine Schlußfolgerungen teils mit den Aussprüchen der Vorfahren, teils mit von außen hergenommenen Beispielen, teils aber betrachtet er das göttliche Sein ohne zu Grunde liegende Materie. Auf die Autorität (der Schrift) stützte sich der hl. Augustinus, als er uns die Dreiheit der Personen zugleich mit der Einheit des Wesens nahebringen wollte; da führte er zunächst das Wort an: 'laßt uns den Menschen machen nach unserm Bild und Gleichnis' (Gen. 1,26). Hierbei verstand er unter der Mehrzahl beim Zeitwort die Dreiheit (der Personen) und deutete die Einzahl der Hauptwörter auf die Einheit des Wesens. Des Beispiels hat sich auch Plato im Timäus bedient, der, als er den Mut fand, über den obersten Herrn des Alls zu reden, erklärt: es ist ebenso unmöglich, von Gott etwas auszusagen, wie es schwierig ist, ihn zu finden. Deshalb nahm er seine Zuflucht zu den Bildern und Beispielen, welche die Dinge bieten, und dabei fand er unter allen Geschöpfen nichts Gott ähnlicher als die Sonne, weshalb er ihn auch die Sonne nannte. Und als der Evangelist Johannes von dem ungeschaffenen Wort zu reden wagte, bezeichnete er es als das Licht (Joh. 1,4), weil das Licht die erste und allgemeine Art der körperlichen Formen und das Prinzip des Lebens in der Körperwelt ist. Und so ist, wie Dionysius (im Buch) Von den Gottesnamen sagt, das Wort Gottvaters aller "existierenden Dinge Substanz" und aller "lebenden Wesen Leben" und "aller Substanz und allen Lebens Prinzip und Ursache".
  4 So wird der Theologe durch eine doppelte Erkenntnis auf Erden bereichert: die eine ist (die Erkenntnis) 'durch den Spiegel und im Rätsel' (1. Kor. 13,12), die andere die durch den Spiegel und im Licht. Die erste vollzieht sich in drei Formen, nämlich durch Verneinung, Heraushebung und Ursächlichkeit.
  Durch Verneinung auf folgende Weise: kein Körper ist Gott; kein geschaffenes Intelligibiles ist Gott. Und da die Beweisführung für einen Erkenntnisgegenstand sich entweder auf die sinnliche Wahrnehmung oder auf den Begriff stützt, für die Gotteserkenntnis aber weder eine Beweisführung aus der sinnlichen Wahrnehmung möglich ist, weil er unkörperlich ist, noch aus dem Begriff, weil er keine uns bekannte Form besitzt, sondern bloß durch Verneinung einer andern Form: so wird er gleichsam von den andern Wesen durch Auswahl geschieden und durch Scheidung ausgewählt. Das deutet Boethius an in dem Buch Über die zwei Naturen: "Gott und Materie können nicht durch einen vollständigen und vollkommenen Begriff erfaßt werden, sondern nur einigermaßen durch Wegnahme der übrigen Dinge." Deshalb sagt Dionysius, daß die bejahenden Aussagen über Gott unzutreffend, die Verneinungen dagegen wahr sind.
  Durch Heraushebung wird er erkannt, wenn man Gott das, was jeweils in einem Bereiche edeler und erhabener ist, zuspricht. In diesem Sinne sagt Augustin im 10. Buch der Bekenntnisse: der das Schöne macht, ist schöner (als dieses), der das Starke, stärker, und der das Gute, besser. Lerne also, o Mensch, aus den Geschöpfen den Schöpfer erkennen, und bleibe nicht haften an dem, was gemacht ist, und verliere den nicht, durch den es gemacht ist.
  Durch Ursächlichkeit wird er erkannt, wenn wir alles Bewegliche auf ein Unbewegliches, alles Veränderliche auf ein Unveränderliches, alles Körperliche auf ein Einfaches und die Vielheit des Alls auf die erste Einheit zurückführen, die Ursprung und Ursache alles dessen ist, was existiert. Das Eine ist nämlich in der Entstehung aller Dinge vor dem Vielen, und das Einfache seiner Natur nach vor dem Zusammengesetzten, wie der Philosoph in der Schrift Vom Himmel und der Welt lehrt.
  5 Zweitens wird er im Diesseits erkannt durch den Spiegel und im Lichte, wenn nämlich das göttliche Licht durch eine besondere Wirkung über die Erkenntniskräfte und das Erkenntnismittel ausstrahlt, indem es den Intellekt zu dem emporhebt, was er von Natur nicht vermag. "Der Scharfblick des menschlichen Geistes kann sich in seiner Ohnmacht nicht auf ein so überhelles Licht heften, er werde denn zuvor durch die Gerechtigkeit des Glaubens gereinigt und geläutert", wie Augustin im Buch Über die Dreifaltigkeit lehrt; und im 7. Buch der Bekenntnisse sagt er: "die ewige Wahrheit, wahre Liebe und geliebte Ewigkeit bist du, mein Gott, zu dir seufze ich 'Tag und Nacht' (Ps. 1,2); da ich dich zum ersten Mal erkannte, hast du mich zu dir aufgenommen (vgl. Ps. 26,10)". Seht wie er sagt, er sei aufgenommen worden, um zu sehen, daß das ist, was er gesehen hatte, "und daß ich nackt sei, der ich gesehen hatte; und du hast meine Schwachheit zurückgestoßen, indem du überhell in mir leuchtetest, und ich erzitterte vor Liebe und Schrecken und fand mich fern von dir im Lande der Ungleichheit".
  6 Diese Erkenntnis wirkt zu dreierlei: erstlich zum Aussprechen des Geheimen und Zukünftigen, zweitens zum verdienstlichen Handeln, drittens zum Vorgenuß der göttlichen Süßigkeit. Die erste Weise ist die prophetische; die zweite die in den aus Gnade verliehenen Habitus bis zu den Früchten hin; die dritte in der Ekstase des Geistes, und diese in den Früchten. Die zweite und dritte Weise waren in vollkommener Form in ihm: denn von der dritten wird gesprochen, insofern sie im praktischen Intellekt ist. Diese Erkenntnis ist Wissen oder Weisheit, gleichsam 'schmeckendes Wissen', und diese bringt den Menschen zuweilen in einen heftigen Affekt.
  Seht, in welcher Weise jenes goldene Gefäß gepriesen wird von der Kostbarkeit seines Stoffes her, das heißt der Nützlichkeit des Wissens, und dementsprechend war ein Wissen dieser Art und dieses Umfangs (wie bei Augustin) nicht ein Fehler, sondern eine Tugend. Deshalb heißt es im 10. Buch der Bekenntnisse: "gib mir dich, mein Gott, gib mir dich zurück"; denn ich liebe nicht 'die ersten Plätze bei den Gastmählern', noch 'die Begrüßungen auf dem Markt' noch 'die Anrede Meister' (Matth. 23,6), sondern "ich liebe dich, und wenn das zu wenig ist, will ich dich noch heftiger lieben. Und ich kann nicht einmal ermessen, wie viel mir noch an Liebe fehlt zu dem, was hinreicht, bis mein Leben hineilt in deine Umarmung und verborgen wird 'in der Verborgenheit deines Antlitzes' (Ps. 80,21). Das aber weiß ich, daß es mir schlecht geht außer dir, nicht nur außerhalb meiner, sondern auch in mir selber, und daß mir aller Reichtum, der nicht Gott ist, Armut ist".
  7 Zweitens wird der hl. Augustinus gepriesen wegen der Anlage der Form dadurch, daß gesagt wird: geschmückt mit der Edelkeit alles Gesteines. Die Anlage der Form besteht bei ihm in dem Aufweis der Tugend im Handeln. Und zutreffend wird die aus Gnade geschenkte Tugend Form genannt, weil nach Boethius, Über die Dreifaltigkeit, das Sein eines Dinges von der Form herrührt. Und mit Recht wird gesagt, daß er durch die Tugend ist, weil wie die Toten im uneigentlichen Sinne Menschen genannt werden, ja von dem Bösen im uneigentlichen Sinne gesagt wird, daß er ist. Nach Boethius im 3. Buch Vom Trost der Philosophie ist Sein nämlich das, "was die Ordnung einhält und die Natur wahrt". Und nach Augustin ist Tugend Ordnung, Ordnung nämlich der Liebe; denn wer Tugend hat, hält die Ordnung und wahrt die Natur. Denn wie Boethius in derselben Schrift sagt, "gibt es nichts, was die Natur wahren und doch gegen Gott sich auflehnen möchte".
  8 Die Weisheit also des hl. Augustinus war für ihn Tugend, Tugend nämlich, die auf das Einzelwesen, die Gesellschaft und auf Gott gerichtet war. Die auf den Menschen als Einzelwesen gerichtete Tugend ordnet und vervollkomnet ihn in sich selbst, und ihr Werk ist die Unterwerfung des Fleisches (unter den Geist). Dies ist also der Akt der auf das Einzelwesen gerichteten Tugend; ihre Frucht ist die geistliche Freude. Deshalb heißt es: 'die Frucht aber des Geistes ist Liebe und Freude' (Gal. 5,22). Von dieser Freude gilt das Wort: 'es gibt kein Gefühl über das Gefühl des Heils, und keine Ergötzung über die Freude des Herzens' (Jes. Sir. 30,16). Von dieser Freude sagt Augustin im 10. Buch der Bekenntnisse: "es gibt eine Freude, die nicht verliehen wird den Gottlosen, sondern nur denen, die dich nicht um Lohn verehren, o Herr, deren Freude du selbst bist. Und das ist das glückselige Leben: sich freuen auf dich, in dir, um deinetwillen, das ist das Leben und nicht ein anderes."
  9 Die gesellschaftliche Tugend besteht in der offenkundigen Übung guter Werke; sie vervollkommnet und ordnet den Menschen in der Gemeinschaft seiner Mitbürger. Der Akt der gesellschaftlichen Tugend besteht darin, daß sie den Freunden Gutes tut in Gott und den Feinden um Gottes willen, bis zu dem Grade, daß 'wenn der Feind Hunger leidet, sie ihn speist; wenn er dürstet, sie ihm zu trinken gibt' (Röm. 12,20). Die Frucht aber, die daraus erwächst, ist eine gesicherte Freundschaft nicht nur mit den Mitbürgern, sondern auch mit den Feinden. Daher heißt es (a. a. O.): 'wenn du dies tust, wirst du glühende Kohlen auf sein Haupt sammeln'. Die Glosse zu Röm. 12,20 besagt: sein Haupt' ist das Gemüt in der Seele, auf das glühende Kohlen gesammelt werden, wenn (die Feinde) durch zuvorkommende Erweisung von Wohltaten zur Vergeltung angespornt werd en.
  10 Die göttliche Tugend vervollkommnet den Menschen in seinem Verhältnis zu Gott, da sie die unangetastete Bewahrung des Geistes infolge der Unterwerfung des Fleisches ist. Der Akt der göttlichen Tugend, das heißt des Glaubens und der Liebe, ist dieser. Seine Frucht ist die geistliche Wirkung der Gnade zur Vollendung der Gerechtigkeit.
  11 Weil wir nun aber von Gott nur durch seine Wirkungen etwas wissen, deshalb wollen wir sieben Arten unterscheiden, wie die Gnade in ein so geschmücktes Gefäß kommt. Sie kommt nämlich erstlich wie ein fühlender Schnee, und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: die Abkühlung von der Hitze der fleischlichen Begierden (vgl. 1 Petr. 2,11). Zweitens kommt sie wie ein befruchtender Tau, und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: die Befruchtung der Sehnsucht nach dem Ewigen (vgl. Gen. 49,26). Drittens kommt sie wie ein berauschender Wein (vgl. Ps. 22,5), und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: die völlige Vergessenheit aller vergänglichen Dinge. Viertens kommt sie wie ein den Stoff durchdringendes Öl, und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: die Erleuchtung und Entflammung durch Gott. Fünftens kommt sie wie ein läuterndes Feuer, und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: die vollkommene Läuterung. Sechstens kommt sie wie ein mit seinem Träger sich einigendes Licht, und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: die Umwandlung 'in dasselbe Bild' mit Gott (2 Kor. 3,18). Siebtens kommt sie wie ein heftig wehender Wind, und so bleibt ihre Wirkung in der Seele zurück: das Absterben des natürlichen Lebens.
  Seht, auf diese Weise wurde der hl. Augustinus bereichert, und deshalb wird er so nach der Anlage der Form ein 'Gefäß der Auserwählung' (Apg. 9,15) genannt.
  12 Drittens wird der hl. Augustinus gepriesen wegen der Größe des Gewichtes dadurch, daß gesagt wird: ein festes (Gefäß). Die Größe im Gewicht ist aber die Heftigkeit in der Liebe. Davon sagt derselbe: "Wie sehr soll ich dich lieben, o guter Jesus? Deine Liebe ist wie ein Quell, meine wie ein Durst. Denn du hast mich aus ganzem (Herzen) geliebt. Ich weiß also, was ich tun soll. Ich will alles, was mein ist, einsetzen gegen alles, was mein ist; denn mehr kann ich nicht. Ich werde es aber können, wenn du es mir schenken willst. Das eine weiß ich, daß ich nicht ruhen werde, bis ich ganz Liebe werde." Das möge uns verleihen der lebendige Gott. Amen.

  Diese Predigt ist so nachgeschrieben worden nach dem mündlichen Vortrag des Meisters Eckhart von Hochheim, am Tage des hl. Augustinus in Paris.

1 Diese Seite entspricht dem Abdruck in: Meister Eckhart, Die deutschen und lateinischen Werke, Die lateinischen Werke, LW 5, Kohlhammer Stuttgart 1./2. Lfg. 1936, S. 89-99. Die Texteinschübe und Verweise auf Bibelstellen Geyers in () sind etwas eingerückt. Die Ziffern vor den Absätzen entsprechen der dortigen Nummerierung.

Edition
  Heinrich Denifle, Die Heimat Meister Eckeharts, in: Archiv für Literatur- und Kirchengeschichte des Mittelalters 5, Freiburg 1889, S. 358-365.
  Bernhard Geyer, Herausgeber und Übersetzer, Magistri Echardi sermo die b. Augustini Parisius habitus, in: LW 5, S. 85-99.

Beschreibung
  Grundlage der Editionen ist die Handschrift 'R', eine der drei aus der Bibliotheca Amploniana zu Erfurt. Für diesen Text erntete Eckhart nur schlechte Kritiken. Denifle enthielt sich, was bei ihm wahrlich selten vorkommt, ganz eines Kommentars, Koch nannte sie "eine wenig originelle Festpredigt" [Koch, Studien, S. 260] und in der Einleitung schreibt Geyer: "Die Predigt gehört zu der literarischen Gattung der offiziellen Universitätspredigten, von denen wir zahlreiche Sammlungen aus jener Zeit besitzen. Der Sermo war eine offizielle und für den Magister in theologia verbindliche Form der Lehrtätigkeit neben der Lectio und Disputatio (..) Man würde in Anbetracht des feierlichen äußeren Anlasses von dem berühmten Prediger (..) etwas Außerordentliches erwarten. Diese Erwartung aber wird hier arg enttäuscht. Der Sermo atmet so wenig Eckhartschen Geist, daß man trotz der genauen Unterschrift versucht sein könnte, an seiner Echtheit zu zweifeln." (S. 87)
  Zum Inhalt führt er dann weiter aus: "Charakteristisch für diesen Sermo ist die reiche Verwendung von mehr oder weniger gangbaren schematischen Einteilungen und Aufzählungen, die sich auch sonst in den Universitätspredigten dieser Zeit findet. Dabei hat man den Eindruck, daß der Autor fremdes Material wörtlich benutzte (..) Die Vermutung aber, daß verschiedene Quellen benutzt sind, legt sich auch durch die Ungleichmäßigkeit des Inhalts und des Stiles nahe. So würde ich für die Ausführungen über die dreifache Art der Tugend [n. 8 - n.10] und über die sieben Weisen des Kommens der Gnade [n. 11] je eine besondere Quelle anzunehmen geneigt sein. Die letzteren Ausführungen (..) erscheinen mir als durchaus uneckhartisch und eher der Literatur der Bernhardschen Mystik entlehnt." (S. 88)

Datierung
  Diese wurde bereits von Denifle vorgenommen. An seiner Festlegung auf das erste Pariser Magisterium nach Erlangung der Magisterwürde (28. August 1302 oder 28. Februar 1303) hat sich bis heute nichts geändert (s. Acta n. 7).