einsiedeln

Einsiedeln 1

Cod. 277 (1014) (E1)    Cod. 278 (1040) (E2)    Cod. 752 (746) (E3)    Cod. 770 (1261) (E4)


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Predigtvorschau 111-117
Alphabetische Liste Hss.
Digitalisierte Drr. / Hss.

Verwandte Themen
Literaturliste Textzeugen Bibliographie Eckhart-Ausgaben Die lat. Handschriften Werkausgabe

Legende der Zeichen vor den Siglen
 * Hs. enthalten in: Josef Quint, Verzeichnis der benutzten Handschriften und ihrer Siglen (3. Fassung), 1971;
nicht beschrieben in: Wolfgang Klimanek, Verzeichnis der in DW IV benutzten Textzeugen und ihrer Siglen, 2005
 ** Hs. nicht im Verzeichnis von 1971 aufgeführt, aber von Quint andernorts beschrieben
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 ++ Vom Autor hinzugefügt
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[kein] Die Hs. ist in Quints Verzeichnis aufgeführt und wird von Klimanek beschrieben

- Mechthild von Magdeburg, Das fließende Licht der Gottheit

E1 - Stiftsbibliothek - Cod. 277 (1014)
Perg., 4° (19,3 x 14,3 cm), 221 Bll., 2. Hälfte 14. Jh., einspaltig bis 24v, dann zweispaltig, Schriftraum: 14,3 x 9,5 cm (32-33 Zeilen)
  Abschriften in Wien, Cod. 15381 (Franz Pfeiffers Nachlaß).
  Gotische Buchschrift von 6 unbekannten Händen: 1. 2r-167r (Mechthild v. Magdeburg 'Das fließende Licht der Gottheit'), 2. 169ra-182vb u. 221ra-221va (identisch mit Hand 1 von E2), 3. 183ra-183rb, 4. 183va-184ra, 5. 184rb-220ra, 6. 220rb-220vb.
Schreibsprache: Basler Schreibsprache des ausgehenden Mittelalters.
Herkunft: Den swesteren in der vorderen o?we / Ir soent wissen / das das bu°ch / das úch wart / von der zem Guldin Ringe / das do heist / das liecht der Gotheit / des soent ir wol war nemen / also das es sol dienen in alle húser des waldes / und sol us dem walde niemer kommen / und sol ie ein monat in eim huse sin / also das es umb sol gan / von eim in das ander / wenne man sin bedarf und soent ir sin sunderlich behu°t sin / wand si sunderlich trúwe zu° úch hatte / bittent o?ch fúr mich / der ir bichter was / leider unwirdig / Von mir Heinrich von Rumershein von Basel ze sant Peter (lose beiliegender Papierzettel, der die Hs. als Vermächtnis ausweist, das die nach ihrem Wohnsitz benannte Basler Bürgerin Margaretha zum Goldenen Ring durch Vermittlung ihres Beichtvaters Heinrich v. Rumersheim [1377-1425 Chorherr von St. Peter in Basel, gest. 1434] den Schwesternhäusern im Einsiedler Hochtal zukommen ließ; auf der Rückseite der Bestimmungsort wiederholt: In der vorderen owe. Margaretha dürfte um 1400 gestorben sein; ob sie neben Besitzerin auch Auftraggeberin der Hs. war, bleibt ungewiß), Disz Bu°ch gehoertt in dasz Schwesterhusz zu° Einsidlen, Anthony Mathiae Caplan zu° Attighausen (Besitzvermerke des 16. Jh.s, 1r). Vgl. dazu auch E2.
Traktate, Predigten und Texte:
1 E1 (Q 69) nicht in DW 3, vgl. Mechthild II S. 183

[22.11.11]

- Sammlung mystischer Prosa

E2 - Stiftsbibliothek - Cod. 278 (1040)
Perg., 4° (18,4 x 12,8 cm), 416 S., 2. Hälfte 14. Jh., zweispaltig, Schriftraum: 14 x 10 cm (32-33 Zeilen)
  Abschriften in Wien, Codd. 15381 und 15383 (Franz Pfeiffers Nachlaß).
  Gotische Textura von 3 unbekannten Händen: 1. S. 3-233 (identisch mit Hand 2 von E1), 2. S. 234-344, 3. S. 345-416.
  Die einzelnen Textbestandteile bes. zu den Sprüchen und dem Liber positionum (Pfeiffer) sind bei Predigt im Kontext zum Teil noch ausführlicher spezifiziert.
  Laut Pfeiffer entnahm er der Hs. noch die Sprüche 18, 25 und 28.
  Pfeiffer schreibt eine Predigt auf den S. 215-218 "Bruoder Franke von Kölne" zu (ebenso in den Hss. Ba1, M1 und Str2 sowie dem BT von 1522) (ZdfA 8, S. 243 Anm. zu VIII). In B1 wird Eckhart als Autor genannt wird.
Schreibsprache: hochalemannisch; Basler Schreibsprache des ausgehenden Mittelalters (Klimanek).
Herkunft: Den swestern in alleg (Alpegg) Ir soent wissen daz das bu°ch daz v´ch ward von jungfrovg Greten zem Guldin Ring von daz kûngunt har antwurnte des soent ir wol warnemen ir swesteren in albeg as so das es dienen sol in die IIII hûser im wald ir soent wissen daz irs nût vsser dem walde nût soent leng vnd sol ie ein Manat in eim huse sin vnd sol mans ie wider antwirten in albeg von mir H. Heinrich von Rumershein ze sant Peter ze Basel der ir bichter was bittent ovch fur mich (Widmung der Hs. an die Waldschwestern an der Alpegg in Einsiedeln, S. 1; vgl. dazu E1), Dis bu°ch hoeret in die vier huser in dem walde (Besitzvermerk S. 1).
Predigten, Sprüche und Texte (Seiten): [21.8.14]

- Geistliche deutsche Sammelhandschrift

* E3 - Stiftsbibliothek - Cod. 752 (746)
Pap., 4° (20-20,5 x 14-14,5 cm), 384 Bll. (Simon), 1483, einspaltig
  Der Text von 'Schwester Katrei' ist als einziger der Abschriften nicht im Inhaltsverzeichnis (8r-10r) aufgeführt. Die Verfasserin der Kompilation hat "neben zahlreichen Sprüchen von Kirchenschriftstellern besonders Seuses Büchlein von der ewigen Weisheit stark benutzt" (Simon, S. 33).
Schreibsprache: alemannisch-schwäbisch (Simon).
Herkunft: Dorathe von Hof (Bl. 357r).
Legende: [26.11.11]

- Geistliche Sammelhandschrift, dt.

* E4 - Stiftsbibliothek - Cod. 770 (1261)
Pap., (14 x 11 cm), 271 Bll., 15. Jh. (1496)
  Die "Textfragmente der RdU" stimmen "dem Umfange und der Textfolge nach mit dem Text B31" überein. "Es fehlen allerdings die lateinischen Plusstücke von B31, wohingegen der Einsiedler Text acht kurze, deutlich sekundäre Texterweiterungen aufweist, die in B31 fehlen" (Quint, DW 5, Nachtrag S. 621).
Traktat: [23.11.08]

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  Diese Datei ist Bestandteil des Projekts, alle deutschsprachigen Textzeugen zu Meister Eckhart zu erfassen. Dies umfasst nicht nur die in der Edition der Deutschen Werke herausgegebenen Predigten von Josef Quint und Georg Steer, sondern auch andere in der Literatur veröffentlichten Texte, die nicht auf Eckhart selbst zurückgehen müssen. Dabei kann es sich um die unterschiedlichsten Überlieferungen handeln: Aus Textfragmenten neu zusammengesetzte 'Compilationen', Sammlungen von Sprüchen, Legenden und anderes mehr.
  Eine Übersicht über diese überwiegend bereits im 19. Jahrhundert herausgegebenen "Pseudo-Eckhartiana" (v.a. von Franz Pfeiffer und Auguste Jundt - vgl. Eckhart-Ausgaben) findet sich in den Textzeugen und im Archiv.
  Ausgewertet werden die Literatur und Online-Resourcen wie Handschriftenbeschreibungen (PDFs), der Handschriftencensus oder auch laufende Projekte wie "Predigt im Kontext", die dann - soweit vorhanden - mit der jeweiligen Handschrift verlinkt werden.