Predigt 70 1

p70

meister Eckart sezzit hi vier sinne uffe dit wort, wi di sele sich fugin sal die da Got sehin sal [Strauch, S. 2].

Zum mittelhochdeutschen Text der Strauchschen Edition bei Nils Gülberg im Internet.

Modicum et non videbitis me etc.
(Joh. 16,16)


  Unser Herr sprach zu seinen Jüngern: 'Über ein kleines und ein weniges und ein geringes, und ihr werdet mich nicht sehen; wiederum über ein kleines, und ihr werdet mich sehen' (Joh. 16,16). Die Jünger sprachen: 'Wir wissen nicht, was er sagt' (Joh. 16,18). Dies schreibt Sankt Johannes, der dabei war. Als unser Herr in ihr Herz sah, da sprach er: 'Über ein kleines, und ihr werdet mich sehen, und euer Herz wird sich freuen; diese Freude wird euch nimmermehr genommen werden' (Joh. 16,22) (1).
  Nun spricht unser Herr: 'Über ein kleines, und ihr werdet mich nicht sehen'. Die besten Meister sagen, der Kern der Seligkeit liege im Erkennen. Ein großer Pfaffe kam neulich nach Paris, der war dagegen und schrie und tat gar aufgeregt. Da sprach ein anderer Meister besser wohl als alle [1], die von Paris die bessere Lehre vertraten: "Meister, Ihr schreit und erregt Euch sehr; wäre es nicht Gottes Wort im Heiligen Evangelium, so dürftet Ihr schreien und Euch gar sehr aufregen!" Das Erkennen berührt das, was es erkennt, unverhüllt. Unser Herr spricht: 'Das ist das ewige Leben, daß man dich allein als einen wahren Gott erkennt' (Joh. 17,3). Die Vollendung der Seligkeit (aber) liegt in beidem: in der Erkenntnis und in der Liebe (2).
  Nun sagt er: 'Über ein kleines, und ihr werdet mich nicht sehen'. Hierin liegen vier Bedeutungen, und sie lauten nahezu alle gleich und tragen doch großen Unterschied (in sich). 'Über ein kleines, und ihr werdet mich nicht sehen'. Alle Dinge müssen klein in euch sein und wie ein Nichts. Ich habe gelegentlich gesagt, Sankt Augustinus spreche: »Als Sankt Paulus nichts sah, da sah er Gott«. Nun kehre ich das Wort um, und so ist es wohl besser [2], und sage: »Als er sah das Nichts, da sah er Gott«. Das ist die erste Bedeutung des Wortes.
  Die zweite Bedeutung ist diese: Wenn nicht die ganze Welt und alle Zeit klein in euch wird, so sehet ihr Gott nicht. Sankt Johannes sagt in der Apokalypse (10,6): 'Der Engel schwor bei dem ewigen Leben, daß es Zeit nimmermehr geben werde'. Sankt Johannes spricht unverhüllt (d.h. im Evangelium): 'Die Welt ward durch ihn gemacht, und sie erkannte ihn nicht' (Joh. 1,10). Sogar ein heidnischer Meister sagt, die Welt und die Zeit seien ein 'Kleines'. Kommt ihr nicht über die Welt und über die Zeit hinaus, so sehet ihr Gott nicht. '(Über) ein kleines, und ihr sehet mich nicht'.
  Die dritte Bedeutung ist diese: Solange irgend etwas an der Seele klebt, wie klein es auch sei, Sünde oder Sündenartiges, so sehet ihr Gott nicht. Die Meister sagen, der Himmel empfange keinen fremden Eindruck (3). Es gibt viele Himmel; jeder (Himmel) hat seinen Geist und seinen Engel, der ihm zugeordnet ist. Sollte der an einem andern Himmel wirken, dem er nicht zugeordnet ist, so könnte er's nicht. Ein Pfaffe sagte: "Ich möchte, daß Eure Seele in meinem Leibe wäre". Da sagte ich: "Wahrlich, dann wäre sie eine Törin darin, denn sie vermöchte mit ihm nichts auszurichten, noch vermöchte Eure Seele in meinem Leibe etwas". Keine Seele vermag in irgendeinem Leibe zu wirken außer in dem, welchem sie zugeordnet ist. (Auch) das Auge duldet keinen fremden Eindruck. Ein Meister (4) sagt: »Wäre kein Vermittelndes, so sähe man nichts«. Soll ich die Farbe an der Wand sehen, so muß sie verfeinert werden im Lichte und in der Luft und ihr Abbild in mein Auge getragen werden. Sankt Bernhard spricht: Das Auge gleicht dem Himmel; es nimmt den Himmel in sich auf. Das tut das Ohr nicht; es hört ihn nicht, noch schmeckt ihn die Zunge. Zum zweiten: Das Auge ist rund gestaltet wie der Himmel. Zum dritten: Es steht hoch wie der Himmel. Darum empfängt das Auge den Eindruck des Lichtes, denn es hat die gleiche Eigenheit mit dem Himmel gemein. Der Himmel empfängt keinen fremden Eindruck. Wohl empfängt der Leib fremden Eindruck, und auch die Seele empfängt wohl fremden Eindruck, solange sie im Leibe wirkt. Soll die Seele etwas erkennen, was außerhalb ihrer ist, etwa einen Engel oder etwas noch so Lauteres, so muß sie es mit Hilfe eines 'kleinen' "Bildchens" bildlos tun. So auch muß es der Engel (tun): Soll der einen andern Engel oder irgend etwas, das unterhalb Gottes ist, erkennen, so muß er es mit Hilfe eines 'kleinen' "Bildchens" bildlos tun, nicht (mit eitlem "Bild"), wie es hier (auf Erden) "Bilder" gibt. Sich selbst aber erkennt er ohne 'Kleines' und ohne "Bild" und ohne Gleichnis. So auch erkennt sich die Seele ohne 'Kleines' und (ohne) "Bild" und ohne Gleichnis ganz unmittelbar. Soll ich auch Gott erkennen, so muß (auch) das ohne "Bild" und ganz unmittelbar geschehen. Die besten Meister sagen, man erkenne Gott ganz unmittelbar. So denn erkennt der Engel Gott, wie er sich selbst erkennt: ohne "Bild" und ohne 'Kleines'. Soll ich Gott unmittelbar und ohne "Bild" und ohne Gleichnis erkennen, so muß Gott geradezu ich werden und ich geradezu er, so völlig eins, daß ich mit ihm wirke, und zwar nicht so mit ihm wirke, daß ich wirke und er nachschiebe: ich wirke (dabei) vielmehr ganz mit dem Meinigen. Ganz eigentlich so wirke ich mit ihm, wie meine Seele mit meinem Leibe wirkt. Dies ist für uns gar tröstlich, und hätten wir sonst nichts, so sollte uns dies (schon) anreizen, Gott zu lieben.
  Die vierte Bedeutung ist diesen dreien völlig entgegengesetzt: Man muß groß und emporgehoben sein, soll man Gott sehen. Das Licht der Sonne ist klein gegenüber dem Licht der Vernunft; die Vernunft wiederum ist klein gegenüber dem Licht der Gnade. Gnade ist ein Licht, das alles, was Gott je erschuf oder erschaffen könnte, überschwebt und überragt. Und doch, wie groß auch das Licht der Gnade sein mag, es ist doch klein gegenüber dem göttlichen Lichte. Unser Herr rügte seine Jünger und sprach: 'In euch ist noch ein (nur) kleines Licht' (Joh. 12,35). Sie waren nicht ohne Licht, doch war es klein. Man muß aufsteigen und groß werden in der Gnade. Solange man (aber noch) zunimmt in der Gnade, ist es noch Gnade und 'klein', worin man Gott nur von fern erkennt. Wenn aber die Gnade auf's Höchste vollendet wird, so ist es nicht (mehr) Gnade; es ist (vielmehr) ein göttliches Licht, worin man Gott sieht. Sankt Paulus spricht: 'Gott wohnt und innewohnt in einem Lichte, zu dem es keinen Zugang gibt' (1 Tim. 6,16). Dorthin ist kein Zugang, dorthin gibt es (nur) ein Hingelangen. Moses sagt: 'Nie sah ein Mensch Gott' (2 Mos. 33,20). Solange wir Menschen sind und solange irgend etwas Menschliches an uns lebt und wir uns in einem Zugang befinden, so sehen wir Gott nicht; wir müssen (vielmehr) emporgehoben und in eine lautere Ruhe versetzt werden und so Gott sehen'. Sankt Johannes spricht: 'Wir werden Gott recht erkennen, wie Gott sich selbst erkennt' (Joh. 3,2). Es ist Gottes Eigenart, daß er sich selbst erkennt ohne 'Kleines' und dies und das. So erkennt der Engel Gott, wie der sich selbst erkennt. Sankt Paulus spricht: 'Wir werden Gott erkennen, wie wir erkannt sind' (1 Kor. 13,12). Ich aber sage: "Wir werden ihn erkennen recht so, wie er sich selbst erkennt" [3] in dem Abbild, das einzig Bild Gottes und der Gottheit ist, der Gottheit indessen nur, insoweit sie der Vater ist. Recht, soweit wir diesem "Bild" (d.h. dem Sohn als "Bild" des Vaters), in welchem "Bilde" alle "Bilder" ausgeflossen und herausgelassen sind, gleichen und in diesem "Bilde" widergebildet und gleich in das "Bild" des Vaters eingetragen sind, soweit er (= Gott) das in uns erkennt, so weit erkennen wir ihn so, wie er sich selbst.
  Nun spricht er: 'Über ein kleines, und ihr werdet mich nicht sehen. Wiederum über ein kleines, und ihr werdet mich sehen' (Joh. 16,17/19). Unser Herr sprach: 'Das ist das ewige Leben, daß man dich allein als einen wahren Gott erkenne' (Joh. 17,3).
  Daß wir zu diesem Erkennen kommen, dazu helfe uns Gott. Amen.

Anmerkungen Quint
1 Der Schrifttext ist dem Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern entnommen. [S. 187, Anm. 1] - s.a. Predigten Pr. 70.
2 Vgl. Pr. 9, wo ich gesagt habe (...). Es scheint mir ziemlich sicher, daß an der obigen Stelle .. ebenfalls Gonsalvus 'de Vallebona' zu verstehen ist. Offenbar klang die scharfe Auseinandersetzung zwischen Eckhart und dem Franziskanergeneral, die er .. bei seinem zweiten Aufenthalt in Paris, ausgefochten hatte, noch lebhaft nach (...) [S. 188, Anm. 2].
3 Hierbei handelt es sich um Aristotelische Lehre [S. 191, Anm. 3].
4 Aristoteles [S. 192, Anm. 3].

Eigene
1 Quint: "Schwerlich wird es sich um den .. Streit zwischen Eckhart selbst und dem Gonsalvus handeln, denn dann müßte man annehmen, daß Eckhart sich selbst als den besten 'meister' von Paris ironischer- oder scherzhafterweise bezeichnet hätte, was ich trotz der ironisch selbstbewußten Äußerungen über seine Überlegenheit gegenüber seinen Gegnern im Kölner Prozeß und seiner Bemerkung in Pr. Pf. Nr. XV S. 71,34 f.: 'Sehent diz ist wider alle die meister, die nû lebent' und ähnlich selbstbewußter weiterer Predigtäußerungen wie Pf. S. 181,19 f. kaum für möglich halten möchte. (...) Ich halte es für möglich, daß es .. Jean Quidort war, den Eckhart mit dem 'ander meister' meinte" [S. 188, Anm. 2].
2 Hier hält er sich für besser als Augustinus.
3 Und hier für besser als Paulus.

  Die Übersetzung und die Anmerkungen Quints entsprechen dem Abdruck in: Meister Eckhart, Die deutschen und lateinischen Werke, Die deutschen Werke, Kohlhammer Stuttgart 1976, S. 540-542. Die Texteinschübe und Verweise auf Bibelstellen Quints in () sind etwas eingerückt. Die Anmerkungen zur Übersetzung in () sowie die Auswahl der Anmerkungen seiner Edition in [] sind fortlaufend beziffert. Im Original wird auf jeder Seite neu gezählt. (Hier ist nur ein Bruchteil seiner Anmerkungen wiedergegeben). Die dort kursiv gedruckten Stellen sind hier in normaler Schrift wiedergegeben.
  Zur farblichen Gestaltung s. Darbietung.

Edition
  Pfeiffer, Nr. XLI S. 138-140.
  Strauch, Nr. 28 S. 62-64.
  Quint, DW III, S. 181-203.
  Übersetzung: Quint.

Beschreibung
  "Die Predigt ist in fünf Hss. und im BT ganz, in drei Hss. fragmentarisch überliefert. Sie ist hsl. für Meister Eckhart bezeugt" [Largier, S. 675] (Zu den Hss. s. Predigten).
  BT = Tauler, Opera, Basel (BTa 1521, BTb 1522).

Datierung
  Wie schon Predigt 9 ist diese Rede nah am ersten Pariser Magisterium. Auch die vielfache Verwendung der Meister spricht dafür, ganz abgesehen von der Ironie bzgl. des 'großen Pfaffen'. Eckhart ist noch erfüllt von dem Erleben an der 'Schule'. Datiert wird die Predigt von Quint (DW 3, S. 187, Anm. 1) wie von Theisen in die Osterzeit auf den dritten Sonntag nach Ostern bzw. auf den "2. Sonntag nach der Oktav von Ostern" (Theisen, S. 137).
  Für das Jahr 1303 kann man sie nur in dem Fall ansetzen, wenn er - der Vorgabe des Generalkapitels folgend - bereits im Jahr 1302 wieder nach Erfurt zurückgekehrt war. Dann hätte Eckhart die vorliegende Predigt am 28. April 1303 gehalten haben können.
  Sollte er aber das Semester 1302/03 in Paris verbracht haben, dann wird eine frühe Datierung schwierig. Das er in Paris eine Predigt in deutscher Sprache gehalten hat, ist wohl eher unwahrscheinlich. Im Jahr 1304 fällt das Datum auf den 19. Mai (einen Tag vorher war sein Provinzialat bestätigt worden). Da Eckhart auf dem Generalkapitel vom 16.-18. Mai in Toulouse anwesend war, entfällt diese Möglichkeit.
  Das Jahr 1305 sieht den 3. Sonntag am 9. Mai. Quint und Largier weisen darauf hin, daß die Prr. 69, 70 und 71 viele inhaltliche und textliche Übereinstimmungen aufweisen. Pr. 69 und Pr. 70 wurden zum gleichen Leitzitat gehalten, wobei Pr. 69 wahrscheinlich in die Woche nach dem dritten Sonntag nach Ostern fällt. Wie ich zu Pr. 69 anmerkte, enthält sie die Aussage: Sô mîn vater stirbet, was als Hinweis darauf verstanden werden kann, daß sein Vater im Sterben liege (am 19. Mai 1305 ist Eckhart in Gotha bei der "Testamentsvollstreckung" anwesend). Sollte die Überlegung zutreffen, dann hätte er erst nach dem Halten von Predigt 70 vom Zustande seines Vaters erfahren, da Predigt 69 zwar Elemente von Pr. 70 aufnimmt, aber wesentlich 'ernster' gehalten ist und auch mit den Meistern nur sparsam umgeht.
  Da ist aber ein Wörtchen, das einer Datierung auf 1305 widerspricht, und das ist niuwelîche - neulich (s.o.). Beim besten Willen kann man von einer Situation, die 2 oder gar 3 Jahre zurückliegt, kaum von "neulich" sprechen. In den übersetzten Predigten (1-86) erscheint der Begriff in 11 Predigten 17mal, in 6 Prr. je zweimal. In mindestens 10 Fällen kann man es als einen Rückverweis (Rv.) verstehen, hier handelt es sich eher um einen Hinweis: Ein grôzer pfaffe kam niuwelîche ze Parîs. Entweder ist das ironisch zu verstehen oder die Zuweisung auf das Leitzitat stimmt nicht oder Eckhart hielt die Predigt zu einem ganz anderen Zeitpunkt.
  An dieser Stelle kommt die Überlegung Max Pahnckes ins Spiel, die Quint für "nicht stichhaltig" hält (S. 189). Pahncke bezieht sich auf die Textstelle bei Pfeiffer, wo es heißt: "Ein meister sprach ze Paris.." und schreibt: "Es handelt sich hier also um eine der so häufigen Disputationen zweier Universitätslehrer - meister - zu Paris. Thema ist die Frage nach dem Vorrang des Erkennens oder des Willens. Der erste, der den Gedanken des Vorrangs des Willens vor dem Erkennen von Paris aus energisch vertrat, war der berühmte junge Franziskaner Duns Scotus (..) Er wird, und das hat man m. W. auch bisher immer angenommen, mit dem ersten Meister obiger Stelle gemeint sein (..) Wer aber ist jener zweite meister obiger Stelle? Er wird im Basler Druck a.a.O. der best meister zû Pareys genannt." Pahncke identifiziert ihn mit Hervaeus Natalis: "Hervéus war seiner Zeit berühmt und angesehen, vor allem im Dominikanerorden, denn er wurde 1309 zum Provinzialprior der Dominikanerordensprovinz Frankreich, 1318 zum magister generalis ordinis, d.h. zum Generalprior des Ordens erwählt" und stellt dann fest: "Und höchstwahrscheinlich liegt Pf. nr. 41 nach Ostern 1307, da Herveus erst von da ab meister war, vorher nur baccalaureus" [Pahncke, S. 64 ff.].
  Die Datierung Pahnckes passt hervorragend zum liturgischen Termin. Dass Eckhart als Provinzial ständig über die Vorgänge im Orden unterrichtet war, sollte man annehmen, erst recht, wenn es sich um einen Streit in Paris handelt. Und wenn man den Zuordnungen der Rückverweise nach Quint folgt, dann bezieht sich der Obige (s. 3. Absatz) auf die Predigt Q 71, die sich wiederum auf Q 69 bezieht, d.h. die vorliegende Predigt wäre nach Q 69 gehalten worden und nicht vorher. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu genießen, da die Rückverweise nur unbestimmt von 'gelegentlich' und 'öfter' sprechen. Und hier sind wir wieder bei 'niuwelîche', das Wörtchen, das nur in einem Textfragment auftaucht (S. 188), Kö1 - von 13 bei Klimanek verzeichneten Textzeugen (wobei Kö1 nicht enthalten ist), und von Heinrich von Erfurt in seiner Postille verwendet wurde (S. 182). Es darf somit bezweifelt werden, dass 'neulich' ursprünglich ist. Die Predigt könnte also neben dem 28. April 1303 auch am 9. Mai 1305 (einige Tage vor Q 69) oder am 16. April 1307 gehalten worden sein.