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Niuwer dinge fröuwet sich
ein ieglich man: sô tuon ouch ich.

Freidank, S. 154/155
Auf Neuigkeiten freuet sich
ein jeder Mensch, gerad' wie ich.
Freidank 119,2
[30.11.04]

Februar 2020 (v6.96)

Acta Echardiana
Predigten
Textzeugen
Ergänzungen von Kisky
Übersetzung der von Steer edierten Predigten
Ergänzungen zu Berlin und Greifswald

Acta Echardiana
(weitere Beiträge s. Archiv)
  Wie man den Acta Echardiana, Secunda Pars, Processus contra mag. Echardum entnehmen kann, hatte Wilhelm Kisky Regesten zu zehn dort verzeichneten Einträgen bereits im Jahr 1915 veröffentlicht, die ich aus mir selbst unerfindlichen Gründen bei der Bearbeitung nicht eingesehen hatte. Dies habe ich nun nachgeholt und die Regesten zu den Einträgen n. 50 (1327 Jan 14), n. 51, n. 52 (beide 1327 Jan 15) und n. 55 (1327 Feb 22) nachgetragen, da sie die einzigen - wenn auch zusammenfassenden - Übersetzungen der lateinischen Dokumente bieten.
[6.2.20]

Predigten
(weitere Beiträge s. Archiv)
  Bereits im April des vergangenen Jahres erschienen die 9. und 10. Lieferung der deutschen Werke des Bandes 4,2 von Georg Steer. Sie enthalten die Übersetzungen der Predigten 87 bis 117 (s. zur Edition der Predigten 111 bis 117). Es sollten also 21 Jahre nach der Vorlage der Edition der Predigt 87 im Dezember 1997 vergehen, bis der neuhochdeutsche Text zur Verfügung steht (eine italienische Übersetzung der Prr. 87-104 von Marco Vannini erschien bereits 2002, Enio Paulo Giachini legte 2008 seine portugiesische Übersetzung der Prr. 87-105 vor und 2012 veröffentlichte Eric Mangin die franzözische Übersetzung ).
  Damit fehlen zum Band 4,2 nur noch die Indices bzw. Verzeichnisse, dann ist die Edition der deutschen Werke abgeschlossen - es sei denn, es sollte noch einen Band 4,3 mit den nach wie vor in der Diskussion stehenden Predigten erscheinen.
[6.2.20]

Textzeugen
(weitere Beiträge s. Archiv)
  Im Dezember erhielt ich eine Mitteilung von Rijcklof Hofman, der am Titus Brandsma Instituut in Nijmegen im Rahmen der Corpus Christianorum Continuatio Mediaevalis die Gerardi Magni Opera Omnia herausgibt und zur Zeit mit der lateinischen Übersetzung von Geerd Grotes Übersetzung von Wevel’s Vanden twaelf dogheden beschäftigt ist, der wiederum über weite Strecken eine mittelniederländische Übersetzung der Erfurter Reden ausgeschrieben hatte. Drei (nahezu) vollständige Texte dieser Übersetzung sind bekannt aus Deventer Hs. 10 W 7 (De), Brüssel ms. IV 432 (Br11) und Berlin mgq 1108 (B48). In diesem Zusammenhang hat Hofman kurze Beschreibungen der Handschriften angefertigt, die diesen Text vollständig oder in Fragmenten enthalten, die er mir gleichfalls übermittelte, wozu ich ihm an dieser Stelle noch einmal herzlich danken möchte. Aufgrund dieser Beschreibungen konnte ich weitere Angaben zu den Handschriften Greifswald Cod. XXVII. E. 104 (Gr) und Berlin nachtragen.
[15.2.20]

April 2019 (v6.96)

Textzeugen
(weitere Beiträge s. Archiv)

  Der Cod. 311 Helmst. aus der Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel enthält ganz am Ende (fol. 125ra-vb) der ansonsten lateinischen Hs. eine deutsche Übersetzung der Bulle In agro dominico, dessen Anfangsteil (Sätze 1-11) wohl bei einer Neubindung verloren gegangen ist. Ausführlich beschrieben und besprochen wurde die Hs. von Alexander Patschovsky 1974 (mit Textabdruck), wozu Kurt Ruh 1981 noch einige Anmerkungen beisteuerte. Es macht durchaus Sinn, beide Artikel v.a. auch im Hinblick auf den historischen Kontext zu lesen. Patschovsky verortete die Hs. in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts, was Ruh mit 1366-74 präzisierte. Die von Patschovsky vermuteten mitteldeutschen Sprachformen lehnt Ruh ab. Für ihn ist der Text rein alemannisch (S. 225).
  Interessant auch die Überlegungen Patschovskys zu den Randnotizen (Heinrich von Sachsens ?), die Kenntnis des Votums der Theologenkommission in Avignon verraten bzw. eines zweiten Gutachtens von Jacques Fournier (des späteren Papstes Benedikt XII., das z.T. aus den Werken des Johannes Hiltalingen von Basel rekonstruiert werden kann (vgl. Acta n. 58).
[7.4.19]

März 2019 (v6.96)

Textzeugen
(weitere Beiträge s. Archiv)

  Die Papierhandschrift Beuron 8° Ms. 42 (1. Häfte bzw. 2. Viertel 15. Jh.) wurde im Jahr 1980 von Dietrich Schmidtke beschrieben. Sie enthält in etwa die zweite Hälfte des Texts der Schwester Katrei - Legende (damit 20 Volltext- und 17 Fragment-Hss.) und einen aus einzelnen Sätzen aus den Reden zusammengestückelten 'Mosaiktraktat' (von Quint in seinem 'Fundbericht' 1969 auf den Seiten 18-21 beschrieben), der bisher nur aus den Hss. Karlsruhe, Cod. Lichtenthal 87 (Ka9) und Wien, Cod. 3016 (W7) bekannt war. Außerdem enthält die Hs. eine nahezu vollständige Abschrift von Pfeiffers 'Nachtragspredigt' (Pf. 111), die nun aus 4 Drucken und 12 Hss. bekannt ist.
  Weitere Angaben zum Inhalt der Hs. s. Handschriftencensus .
[17.03.19]