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| Bibliographie | Version |
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| [30.11.04] |
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Eckhart-Ausgabe
Forscher Varia X |
Ein Geburtstagsgeschenk
Pahncke, Pfeiffer Sidemap, Werk, Wirkung |
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| Leseprobe |
Zur Feier des 25. Geburtstages von eckhart.de (die erste Ausgabe erschien am 17.3.2000) gestatte ich mir erstmalig Werbung - und zwar in eigener Sache.
Nach einer schon länger zurückliegenden Idee wollte ich dieses Jahr eigentlich einen Band mit allen Beiträgen, die unter dem Titel "Eckhartiana" zwischen 1937 und 1940 erschienen waren, in einer sauberen, kommentierten Ausgabe unter Beifügung zweier Fachbeiträge neu herausgeben. Der erste Artikel mit dem Titel "Eckhartiana" erschien 1937 von Otto Karrer in der Theologischen Revue, der darin die ersten Lieferungen der "deutschen" Edition, das dritte Faszikel der "Opera latina" sowie zwei weitere Ausgaben besprach. Erich Seeberg, seinerzeit Herausgeber der Zeitschrift für Kirchengeschichte (ZKG), veröffentlichte im gleichen Jahr "Eckhartiana I". Alle weiteren Artikel erschienen nun ebenfalls in der ZKG. Abgeschlossen wurde die Reihe 1940 von B. Peters mit "Eckhartiana VII". Alle Texte können online
eingesehen werden: einmal als PDF der ZKG (bzw. der Bilder bei Karrer) und in meiner Textbearbeitung.
Der für mich wichtigste Beitrag stammt von Ernst Reffke: "Eckhartiana IV. Studien zum Problem der Entwicklung Meister Eckharts im Opus tripartitum" (1938), den ich gerne von einem Fachmann bespochen bzw. eingeordnet gehabt hätte. Das wäre dann sozusagen die "lateinische Seite" gewesen. Und da es in fünf der acht Eckhartiana auch um die Stuttgarter Edition geht, lag es nahe, damit die "deutsche Seite" von einem Fachmann beleuchten zu lassen, wobei mich persönlich zum einen die Geschichte der beiden Editionen (Kohlhammer und Meiner) und zum anderen die Auseinandersetzungen zwischen Josef Quint und Max Pahncke interessierten. Als ich mich bezüglich der Rechte an den Verlag der ZKG, Kohlhammer, wandte, hieß es, da müßte ich mich an die Nachfahren der Autoren wenden. Also schrieb ich die Standesämter an und erhielt so u.a. die Sterbeurkunde Pahnckes. Leider erhielt ich von den anvisierten Fachleuten Absagen, aber was die Idee tatsächlich zum Absturz brachte, war die Tatsache, daß Kohlhammer inzwischen alle Ausgaben der ZKG für jeden einsichtig digital zur Verfügung stellt (online
).
Damit hatte sich zwar die Idee erledigt, aber das Interesse am Thema der Edition war ja noch da. Also recherchierte ich und fand neben neueren literarischen Bearbeitungen das Bundesarchiv
. Hier werden in Berlin-Lichterfelde die Akten der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufbewahrt, unter deren Ägide die Eckhart-Ausgabe überhaupt erst möglich wurde. Außerdem befindet sich dort ein Ordner der Reichsschrifttumskammer, der die Korrespondenz Felix Meiners, des Herausgebers der Magistri Eckardi Opera Latina, aus den Jahren 1935 und 1936 enthält, was umso wertvoller ist, als das Archiv des Meiner-Verlags im Dezember 1943 den Flammen zum Opfer fiel. Aus diesen und anderen Unterlagen (wie z.B. Rezensionen oder Artikel in Tageszeitungen) ergibt sich insbesondere für die Jahre 1932 bis 1943 ein Einlick in die damaligen Abläufe, Diskussionen und Auseinandersetzungen sowie den Fortgang der Ausgabe jeweils aus den Perspektiven der daran beteiligten Personen.
Ich habe nun das verfügbare Material gesichtet, ausgewählt und zu einem chronologischen Ablauf (unter Einbeziehung einiger herausragender politischer Ereignisse) zusammengestellt. Ein Prolog behandelt den Zeitraum 1294 bis 1931 und ein Epilog den von 1944 bis heute. Beigegeben sind fünf Anhänge:
I. "Niederschrift einer Besprechung in der Notgemeinschaft am 14. Juli 1933 über die wissenschaftliche Erschließung der Schriften des Meisters Eckhard", der konstituierenden Sitzung der Eckhart-Kommission.
II. Der erste Prospekt des Verlags Kohlhammer vom Januar 1935, der insbesondere bei Meiner für Protest sorgte, was zu einem Treffen führte, dessen
III. "Protokoll über die am 19. Februar 1935 nachmittags 4 Uhr in der Reichsschrifttumskammer stattgefundene Besprechung betr. die Eckhart-Ausgaben der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Verlages Felix Meiner" hier wiedergegeben ist.
IV. Im April 1935 veröffentlichte Meiner seine "Zehn Punkte zur Eckhart-Ausgabe", hier wie der Prospekt in Kopie, und
V. die „Remarques sur la méthode employée par l’édition des oeuvres de Maître Eckhart sous le patronage de la "Forschungsgemeinschaft"“ vom Herbst 1936 in der Abschrift von Koch, die hier - soweit ich das sehe - erstmals abgedruckt werden. In den anonymen "Remarques" versuchen Klibansky und Théry den Nachweis zu führen, daß Koch, Geyer und vor allem Seeberg aus den drei Faszikeln der MEOL abgekupfert hätten.
Beigegeben ist auch ein Register aller Personen sowie sämtlicher Einträge.
Die Herausgabe dieses Bandes hat mir viel Freude bereitet, vor allem, als hier ein Mann sichtbar wird, den man in der Literatur vergeblich sucht: Karl Griewank
von der DFG. Seine Rolle war zunächst die des Koordinators der Bearbeitungen in Berlin (Christ, Seeberg, Weiß), Bonn (Geyer, Quint), Breslau (Koch) und Marburg (Benz). Wichtiger aber war er als Ansprechpartner zum einen für die Stipendien und Bezüge der Mitarbeiter und zum anderen als Mediator bei Streitigkeiten oder den teils handfesten Auseinandersetzungen besonders zwischen Pahncke und Quint. Und schließlich ist auch sein Einfluß auf die inhaltliche Gestaltung der Edition nicht zu unterschätzen, was sich beispielhaft in diesem Schreiben an Koch vom 23. Mai 1936 äußert:
„Bei der Durchsicht der letzten Korrekturfahnen der Eckhart-Ausgabe fielen mir gestern die Ausführungen von Professor Geyer über den Inhalt der Quaestionen auf. So wertvoll diese Ausführungen zweifellos für das Verständnis der Quaestionen und für die weitere Forschung sein werden, so scheint es mir doch grundsätzlich bedenklich, innerhalb der Ausgabe derartigen interpretierenden Untersuchungen Raum zu geben, die notwendigerweise im Ergebnis von anderer Seite bestritten oder mindestens in starkem Maße diskutabel sein werden (..) und das kann nicht der Sinn der Gemeinschaftsarbeit in unserer Ausgabe sein. Ich empfehle vielmehr, daß die Ausgabe wie bisher auf die Darbietung der Werke und die dazugehörigen textkritischen und literargeschichtlichen Erörterungen beschränkt bleibt (..) Aber wie Sie selbst früher Wert darauf legten, daß die Ausgabe nicht der philosophischen und theologischen Interpretation dienen könne, so müssen wir gegenüber eingehenden interpretierenden Ausführungen grundsätzlich eine Grenze ziehen, um den Charakter der für die gesamte Forschung bestimmten Ausgabe zu wahren.“
Der Band ist bei Quiqueg
erschienen und kann z.B. dort online für 25,- Euro zzgl. Porto und Verpackung oder bei dem Buchhändler des Vertrauens bestellt werden.
[25.6.25]
Neu hinzugekommen ist eine Biographie zu Max Pahncke, zu dem es bisher im Internet nur einen Beitrag im Magdeburger Biographischen Lexikon
aus dem Jahr 2005 gab, dort allerdings ohne Angabe eines Todesdatums. Aufgrund der inzwischen verworfenen Idee (s. oben) schrieb ich im Frühjahr das Standesamt in Hannover an und erhielt eine Kopie der Sterbeurkunde. Einen großen Teil der Biographie nimmt Pahnckes Auseinandersetzungen mit Quint ein, mit dem er seit 1936 wiederholt aneinander geriet, was sich dann bis zu seinem Tod hinziehen sollte.
Nicht neu, aber erheblich erweitert habe ich den Eintrag zu Franz Pfeiffer vor allem anhand der umfangreichen Biographie von Karl Bartsch aus dem Jahr 1870. Dem Band ist auch das Foto entnommen.
Hinzugefügt sind auch Fotos von Erich Seeberg und Konrad Weiß und alle Links überprüft.
[25.6.25]
Varia X
(weitere Beiträge s. Archiv)
Textzeugen
(weitere Beiträge s. Archiv)
Durch die Beschäftigung mit den Eckhart-Legenden (Sept./Okt.) und Hartwig von Erfurt (Okt./Nov.) und den damit verknüpften Textzeugen ergab sich für mich folgerichtig eine vollständige Überprüfung aller Drucke und Handschriften vor allem bezüglich ihrer "äußeren" Gestalt, d.h. vorrangig der Orte, der Signaturen, des Umfangs, der Abmessungen, der Zeit, der Links und der Frage, ob mittlerweile ein digitales Exemplar verfügbar ist. Es war dies die erste umfassende Überprüfung seit Erstellung der Textzeugen im Jahr 2008.
Dank Hopf konnten die Hs. Brügge, Cod. 408 und Berlin, mgf 823 (B49) aufgrund nicht relevanten Inhalts entfernt werden, wobei letztere ebenfalls dank Hopf durch Berlin, mgf 863 (B49) ersetzt werden konnte. Hinzu kommen durch ihn außerdem die Hs. Lüttich, ms. 321 A (Lü1) sowie die Drucke Frankfurt, Lucas Jennis, 1621 (FT; der bisher unter dieser Sigle aufgeführte Frankfurter Druck von 1670 jetzt FT2) und Leipzig, Melchior Lotter, 1505 (LH), den ich zwar schon angesprochen (2012), aber noch nicht aufgenommen hatte. Hartwig von Erfurt verdanken wir (stellvertretend für viele möglichen Hss.) die beiden neuen Hss. Karlsruhe, Cod. Donaueschingen B II 1 (Ka13) und Leipzig, Ms. 761 (L6).
Im Zusammenhang mit der Überprüfung habe ich mir dann auch die Nachträge zu DW IV (DW 4,2, S. 1271-1292) angesehen und den Halberstädter Taulerdruck, Lorenz Stuchs, von 1523 (HsT) mit aufgenommen und schließlich den Eintrag zum Baseler Taulerdruck in die Ausgaben 1521 (BT) und 1522 (BT2) aufgeteilt. Damit ist die Anzahl der Drucke von bisher acht auf zwölf gestiegen (wenn es nach Hopf ginge, müßten die Drucke noch um den niederländischen Taulerdruck von 1565 - s. Drucke bis 1565 - und einige andere erweitert werden) und die Anzahl der Handschriften von 444 auf 445, da ich den Wolfenbütteler Codex Guelf. 311 Helmst., den ich im April 2019 als Wo6 aufnahm, Anfang des Jahres zu den Handschriften der Bulle In agro dominico verschoben hatte.
Was die Überprüfung selbst betrifft, so haben zwei Handschriften den Standort gewechselt: Bra1 befindet sich seit dem 8. Oktober 2024 in Berlin und We ist aus Utrecht wieder nach Weert zurückgekehrt. Mit dem Standortwechsel gehen auch neue Signaturen einher. Diese sind in den Online-Katalogen und den digitalen Beschreibungen oft unterschiedlich, wobei gern auf das vorangestellte Cod., Ms. etc. verzichtet wird. Auch die grundsätzlichen Angaben zu Umfang, Abmessungen und Zeit gehen teils weit auseinander (beispielhaft Paris, Néerlandais 37 [P3] und Néerlandais 40 [P4]).
Besonderes Augenmerk widmete ich der digitalen Bibliothek. Diese ist in den letzten 10 Jahren um mehr als das Dreifache gestiegen, von 70 auf 241. Alle Drucke sind beteiligt und knapp die Hälfte der Handschriften. Zwei weitere, lateinische Handschriften (neben den Erfurter Hss. CA 2° 181 [E] und CA 2° 321 [F], die durch den Wegfall der deutschen Webpräsenz der MEG jetzt nicht mehr erreichbar sind), den Baseler Codex B VI 16 [K] und den Wolfenbütteler Cod. Guelf. 311 Helmst. [ohne Sigle] mit einer (halben) deutschen Übersetzung der Bulle, sind als Digitalisate verfügbar. Die Links dazu sind unübersehbar. Man muß nur auf das Bild klicken.
Anhand der Digitalisate konnte ich auch weitere Nachweise auf in den DW edierten Predigten und in den Eckhart-Ausgaben (v.a. Pfeiffer) aufgeführten Texten führen (s. ), die nicht auf die Literatur verweisen, sondern direkt referenziert werden (Digitalisat, S.; Digitalisat, Scan; Dig. Scan usw.) mit der jeweiligen Bildnummer. Hier öffnet sich ein weites Feld zukünftiger Bearbeitungsthemen.
[22.12.24]
In der 92. Predigt der Frankfurter Handschrift Ms. germ. qu. 3 (Sigle F; F1) nennt sich der Verfasser: "Als ich drey namen han man heizzet mich brüder vnd heinrich vnd von ertfürd. Dise namen bennen niht mein wesen, sünder sie geben ze versten mein auswendig weis ..." (f. 219v; Spamer, Diss., S. 123). Auch A (Au1; f. 203va) und D (f. 166vb) - Spamer noch unbekannt - überliefern "den Namen Heinrich, ebenso N2 (Nürnberg, Stadtbibl. Cent VI, 53, f. 164v: von der ler pruder heinrichs von erdfürd)" (Spamer, S. 124).
In der dem liturgischen Ort entsprechenden 19. Predigt der Münchener Handschrift Cgm 636 (Sigle C; M6) heißt es: "Ich habe drey namen; wenn man heisit mich brudir vnd ouch von Erfort vnd ouch heist man mich hartung; vnd dese namen alle benennen mir nicht mein wesin ..." (f. 97va; Spamer, Diss., S. 130). Ebenfalls Spamer noch nicht bekannt war die Hs. Wrocław I F 371, die ebenfalls die Form Hartunk hat (87va; Mertens, S. 83).
1919 erschien ein Artikel von Jakob Werner, der seine Beschreibung der Zürcher Handschrift Car C 98 (Z) mit "Hartwaig (Hartung, Heinrich) von Erfurt, Collationen" (in: Aus Zürcher Handschriften, S. 8-41) überschrieb und aus f. 98v zitierte: "als ich han dri namen, wan man haiset mich Brůder von Erfurt und Hartwaig" (S. 9). 1978 stellte Mertens dann fest: "aus einer omd. Form Hartwich oder Hertwich lassen sich sowohl obd. Hartw(a)ig und dann Hartung wie auch Heinrich ableiten, was umgekehrt schlecht möglich ist" (Hartwig, S. 84).
Was das Werk des Hartwig angeht, so gibt die folgende Tabelle einen Überblick anhand der Angaben Spamers von 1910, Mertens und seinen Einteilungen aus dem o.a. Artikel von 1978, seinem Eintrag im Verfasserlexikon von 1981 sowie seine Ergänzungen in einem weiteren Artikel aus dem Jahr 1984. Hinzu kommen weitere Handschriften, die seitdem in Katalogen beschrieben wurden, soweit sie im Handschriftencensus und im Handschriftenportal verzeichnet sind. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Siglen | Handschrift | Umfang | Zeit | Quelle 1 | Jahresteil | enthält 2 | Digital | |
a) Postille |
||||||||
| A | Au1 | Augsburg, 2° Cod. 150 | 1ra-386vb | 1433 | (2) (3) (4) | ganzjährig | s. Hs. | - |
| Be1 | Berlin, mgf 1151 | 169 Bll. | 15. | (3: Be) (4) | Winter (1. Adv. - 4. So. n. Ostern) | 1.-9. ? | - | |
| D | Ka13 | Karlsruhe, Cod. Donaueschingen B II, 1 | 1ra-320vb | 1451 | (2) (3) (4) | ganzjährig | 1.-19. ? | BLB |
| F | F1 | Frankfurt, Mgq 3 | 14r-393v | 1. V. 15. | (1) (2) (3) (4) | ganzjährig | s. Hs. | UBGU |
| K | Kö1 | Königsberg, Hs. 896 | 1ra-155vb | 2. H. 14. | (1) (2) (3) (4) | ganzjährig | s. Hs. | - |
| M | München, Cgm 286 | 6ra-400va | 2. H. 15. | (3) (4) | ganzjährig | 1.-19. ? | - | |
| R | M33 | München, Cgm 222 | 1ra-173va | 3. V. 15. | (1) (2) (3) (4) | Winter (1. Adv. - Ostern) | s. Hs. | BSB |
| Z | Zürich, Cod. Car C 98 | 1r-169v | vor 1419 | (2) (3) (4) | ganzjährig (bis 25. S. n. Pf.) | 1.-14. ? | - | |
b) Plenarien |
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I. Postille Heinrichs von Erfurt |
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| Breslau, Cod. I F 536 | 1ra-45ra, 52ra-388rb | ~ 1430 | (5) (6) | 1. Teil: Adv. - Ostersamstag | 1.-8. ? | BCUW |
||
| B1 | Breslau, Cod. I F 371 | Bl. 1-260 | M. 15. | (2) (3) (4) (5) | 2. Teil: Ostersonntag - 11. Sonnt. n. Trinit. | 9.-11. ? | BCUW |
|
| B2 | Breslau, Cod. I F 564 | 1-138b | 14./15. | (2) (3) (5) | 3. Teil: 11. Sonnt. - 24. Sonnt. n. Trinit. | 12.-14. ? | BCUW |
|
| B3 | Breslau, Cod. I F 568 | 1ra-474vb | M. 15 | (2) (3) (5) | Aschtag - Samst. n. d. 4. Sonnt. n. Quadrages. | - | BSUW |
|
| C | M6 | München, Cgm 636 | 1vb-452rb | 1421 | (1) (2) (3) (4) | Sommer (ab Ostersonntag) | s. Hs. | - |
| W1 | W3 | Wien, Cod. 2845 | 25va-253vb | 5. F. 14. | (1) (2) (3) (4) | Winter (1. Adv. - Ostersamstag) | s. Hs. | ÖNB |
| Wien, Cod. 3063 | 7va-275va | 1457 | (6) | ganzjährig (1. Adv. - ?) | ? | - | ||
II. Friedrich der Karmeliter (58 Texte aus Plenar I, 5 davon aus der Postille) |
||||||||
| Be2 | Berlin, mgf 130 | 1r-334v | 2. V. 15. | (4) | ganzjährig | ? | - | |
| Di | Dillingen, cod. XV 78 | 1ra-330vb | 4. V. 15. | (4) | Winter (1. Adv. - 2. Fastensonntag ?) | 1.-5. ? | - | |
| S | Straßbourg, Ms 17 | ? | ? | (4) | ? | ? | - | |
| (W3) | Wien, cod. 3057 | 1-447ra | 1420-30 | (1) (4: W2) (8) | ganzjährig (1. Adv. - 25. S. n. Pfingsten) | 2., 4., 7. ? | - | |
c) Traktatsammlungen (nicht im liturgischen Rahmen) |
||||||||
| N1 | N3 | Nürnberg, cod. Cent IV 37 | 19r-86v, 92r-93r | ~ 1400 | (3) | 45 Texte der Postille | s. Hs. | StB |
| N2 | Nürnberg, cod. Cent VI 53 | 93r-168r | 1. H. 15. | (1) (3) (4) | 18 Postillentexte | wie N1 ? | StB |
|
| N3 | N1 | Nürnberg, cod. Cent IV 40 | 61va-62rb, 65ra-65vb | 2. H. 14. | (3) (4) | 31. + 32. Pr. (Postillenvorlagen) | s. Hs. | StB |
| O | O | Oxford, Laud. misc. 479 | 8v, 45v, 50v, 74v | 2. V. 14. | (4) | 4 Postillenvorlagen | s. Hs. | DB |
| Sg | St. Gallen, Cod. Sang. 969 | S. 7-33 ? | 2. V. 15. | (3) (4) | Vier Predigten ? | ? | e-cod. |
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Auszüge aus Postille (und Plenar) (Predigtnr. nach Spamer) |
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| B25 | Berlin, mgq 1929 | 191v-195r | 3. D. 15. | (7) | 72. Predigt | s. Hs. | - | |
| Karlsruhe, Cod. Donaueschingen 187 | 14ra-16ra | ~ 1455 | (7) | 16. Predigt | - | BLB |
||
| Hss. des "großen Tauler" (z.B. M27, St7) | - | - | (1) | 118. Predigt | - | - | ||
| H | Hoffmannsches Fragment: Berlin, mgf 736/25,26 | 2 Längsstreifen | 14. / 15. | (1) (3) | 73. + 74. Predigt (fragm.) | - | DS |
|
| München, Cgm 67 | ? | ~ 1475-80 | (3) | Winter (15.+16. Predigt; in beiden) | ? | MDZ |
||
| München, Cgm 68 | ? | n. 1466 | (3) | Sommer (weitere 4 Texte aus CW1-Plenar) | ? | MDZ |
||
| München, Cgm 841 | 44r-53v | 1449 | (1) | 22. Predigt | - | MDZ |
||
| N2 | Nürnberg, Cod. Cent. VI, 46h | 155r-v, 144v-147v+152r-v | 1461 | (1) | 29., 31. + 165. Predigt (fragm.) | s. Hs. | StB |
|
| T | Tr2 | Trier, Hs. 627/1525 8° | 198r-199r | ~ 1500 | (6) | 20. Predigt | s. Hs. | |
| Weimar, Cod. Quart 51 | 39v-44v | 1470 | (7) | (4 Texte ?) | ? | DS |
||
| W2 | Wien, Cod. 15315 (Fragment) | 1ra-2vb | 2. H. 14. | (1) (3) (9) | 82.-84. Predigt | - | - | |
Weitere |
||||||||
| Leipzig, Ms 739 | 1ra-184ra | E. 14. | (10) | Winter (1. Adv. - Sonnab. v. Palmsonnt.) | 3. ? | UBL |
||
| L6 | Leipzig, Ms 761 | 3ra-332vb | 1471 | (10) | ganzjährig | 1.-6.,8.-19. ? | - | |
| Leipzig, Ms 906 | 181r-236r | 1447-66 | (10) | 1. Adv. - 3. Sonnt. n. Epiph. | 1.-4. ? | UBL |
||
Literatur, DW und Pfeiffer |
||||||||
1 |
(1) Spamer, Diss., 1910, S. 123-127, 130-135, 137-236 (2) Mertens, Hartwig, 1978; (3) Mertens, ²VL 3/11, 1981/2004; (4) Mertens, Theologie, 1984 |
(5) Göber, Kataloge, 1920-40, Bd. 3, Bl. 404 (Bild 177) |
||||||
| (6) Handschriftencensus |
(8) Haupt, Mystiker II, 1879, S. 302-329 (Inhalt) | |||||||
| (9) Haupt, Mystiker II, 1879, S. 286-291, 295-298 (Textabdruck) | (10) Pensel; Stahl, Handschriften, 1998, S. 64-69 (L1); 79-99 (L2); 119-125 (L3) | |||||||
2 |
In den Predigten (Nrr. bezogen auf Spamer; ausführlicher s. F1): | |||||||
|
1. 1, 2, 5, 6, 8, 15, 26: Pf., Traktat VIII 2. 10 (4. Advent): Pf. Pr. 111 (Nachtragspredigt) 3. 11 (Mittw. n. d. 4. Adv.): Quint, Pr. 34 4. 20 (1. Sonnt. n. Weihnachten): Zitat aus Pf., Pr. 57, S. 181,29-182,1 5. 31 (Mi. n. d. 3. Sonnt. n. Epiphanie): Pf., Liber positionum Nr. 155 6. 37 (Mi. n. d. 5. Sonnt. n. Epiphanie): Pf., Pr. 103 7. 64 (Palmsonntag): Eckhart zugeschriebener Spruch (Jundt 10 [= Quint, Pr. 59], S. 265,4-15 8. 65 (Karfreitag): 1. Teil von Quint, Pr. 20b 9. 78 (3. Sonnt. nach Ostern): Quint, Pr. 70 10. 101 (Fr. nach Fronleichnam): Pf., Pr. 54 |
11. 105 (3. Sonnt. n. Pfingsten): 2. Teil von Quint, Pr. 20b 12. 137 (Fr. n. d. 13. S. n. Pf.): Zitat aus Quint, Pr. 16b 13. 148 (Mi. n. d. 17. S. n. Pf.): Maister Eckart spricht ... 14. 165 (1. Tim. 1,5): Pf., Pr. 54 14. 168 (Rom. 14,1): Pf., Lib. positionum Nrr. 133-136, 138 16. 169 (24. Sonnt. n. Pfingsten): Pf., Pr. 77 17. 170 (Rom. 8,24 ?): Pf., Lib. pos. Nr. 147 18. 174 (Eccli. 24,12): Pf., Lib. pos. Nr. 148 19. 175 Quint, Pr. 8 |
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Eine andere, wünschenswerte Variante wäre natürlich eine Edition, die jedoch bis heute auf sich warten läßt. Dem Editionsbericht des Handschriftencensus
zufolge läuft diese bereits seit 1979, also seit aktuell 45 Jahren und bis auf gelegentliche Anmerkungen wie z.B. von Bushey im Katalog zur Trierer Hs.: "eine Edition der Postille erscheint in der Reihe DTM" (1996, S. 51) verläuft diese weitgehend geräuschlos, weshalb Sturm lapidar anmerkte: "moderne Edition fehlt".
[2.12.24]
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Eckhart-Legenden
Textzeugen |
Michael Hopf, Mystische Kurzdialoge
Kölner Taulerdruck, Links |
Eckhart-Legenden
(weitere Beiträge s. Archiv)
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2019 erschien die Arbeit von Michael Hopf, Mystische Kurzdialoge um Meister Eckhart. Editionen und Untersuchungen, die sich erstmals ausführlich mit den "Eckhart-Legenden" (Pfeiffer Sprüche 67-70) sowie dem Spruch 66 beschäftigt, wobei Hopf den 1914 durch Joseph Bernhart eingeführten und seitdem tradierten Begriff "Legenden" mit guten Gründen ablehnt und ihn lieber durch "Kurzdialoge" allgemein bzw. in diesem Fall "mystische" Kurzdialoge ersetzt sehen möchte.
Hopf konnte bei dieser Arbeit auf die von mir (hauptsächlich) 2012 erstellten Tabellen der Drucke und Handschriften zurückgreifen, die ich aus der Literatur recherchiert hatte. Durch seine Einsicht in die Textzeugen konnte er dabei endlich Ordnung vor allem in die Überlieferung der Sprüche 66 und 67 bringen (wofür ich ihm sehr dankbar bin), die er in sechs Varianten des "armen Menschen" und einen "Vader-Discipel-Dialog" aufgliederte (s. nebenstehenden Überblick). Im einzelnen:
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Hopf, Kurzdialoge, S. 176 |
Textzeugen
(weitere Beiträge s. Archiv)
Kölner Taulerdruck
Im Zuge der Bearbeitung von Hopfs 'Kurzdialogen' fiel mir auf, daß die Bezeichnung Berlin, mgf 242-243, die ich von Klimanek übernommen hatte, nicht ganz zutreffend war. Tatsächlich handelt es sich um zwei Handschriften, mgf 242 (B37) und mgf 243 (B22), die beide Teile einer einstmals wohl vollständigen Handschrift sind, die eine Abschrift des Kölner Taulerdrucks von 1543 darstellt. Leider habe ich keinerlei weitere Hinweise darauf gefunden, wann und wo die Handschrift geteilt wurde und wie sie nach Berlin gelangte. Des weiteren fiel mir auf, daß die beiden Hss. als Abschrift des KT ja eigentlich auch den Inhalt des Drucks wiedergeben sollten, d.h. anhand der Angaben bei Emons und Predigt im Kontext
sowie unter Hinzuziehung der online verfügbaren Digitalisate konnte ich die Angaben vervollständigen und entsprechend auch einige Angaben zum KT selbst und dem Surius-Tauler (ST) ergänzen.
Das gilt entsprechend für die zweite bekannte Abschrift in mittelniederländischer Schriftsprache, der Handschrift Köln, 7020 (W*) 329 (Kn4), an der Klimanek auch nur die Predigten Steer 101, 102, 103 und 104 B interessiert hatten und die glücklicherweise inzwischen ebenfalls als Digitalisat (eines Microfilms in schwarzweiß) online abrufbar ist. Die Handschrift schreibt wie B37 nur den "ersten Teil" des KT (bis fol. 275ra) mit Umstellungen und Anfügung einer sonst unbekannten "Tauler-Predigt" ab. Ob und wenn in welcher Beziehung Kn4 und B37 zueinander stehen, konnte ich nicht ermitteln.
Links
Der (alte) Katalog der Bibliotheca Neerlandica Manuscripta ist online nicht mehr erreichbar. Deshalb habe ich alle bisher damit verknüpften Handschriften mit dem neuen Katalog Bibliotheca Neerlandica Manuscripta & Impressa
verlinkt und noch einige neue hinzugefügt, so daß jetzt die Einträge zu allen Hss. in mittelniederländischer Schriftsprache aufgerufen werden können. Dabei erhielten die Einträge zu ihre neue Signatur, wobei letztere sich wieder an ihrem Heimatort Weert befindet.
Die Internetadresse meister-eckhart-gesellschaft.de ist jetzt endgültig aufgegeben worden seitens der Gesellschaft (was für ein Armutszeugnis !), weshalb ich die Original- und Ursprungsdatei für alle Textzeugen von Klimanek jetzt hier zur Verfügung stelle. Die neue Adresse ist eckhart.de/Textzeugen/Hss-DW.htm. Die Bibliographie ist vollständig überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht online
abrufbar und die Scans der lateinischen Handschriften Erfurt, Cod. Amplon. Fol. 181 (E) und Erfurt, Cod. Amplon. Fol. 321 (F) können demnächst wieder hier eingesehen werden (s. 2014).
[28.9.24]
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Bibliographie
Werkausgabe |
Aktualisierung komplett !
vervollständigt |
Bibliographie
(weitere Beiträge s. Archiv)
Es ist geschafft ! Die weltweit einzigartige Sammlung und Präsentation von über 4.100 Titeln von 1.730 Autoren und Autorinnen in über 40 Sprachen zu Meister Eckhart ist auf dem neuesten Stand. Seit ich im Mai letzten Jahres auf die neue Website umgezogen bin, war ich mit der Aktualisierung der Bibliographie beschäftigt. Sämtliche Einträge und Links sind überarbeitet und der eine oder andere Titel wurde hinzugefügt. Da jetzt alle Beiträge in ihren Schriftsprachen erscheinen, sind die bisherigen Darstellungen entsprechend umgestaltet worden. Falsche Einträge wurden gelöscht usw. usf. Den Weg dahin kann man hier und auf der Website nachlesen. Das bedeutet aber auch, daß die alte PDF (bis Anfang 2018) nicht mehr gültig ist. Eine neue wird es vorerst nicht geben.
[6.9.24]
Im Zuge der Arbeit an der Bibliographie habe ich auch die Datei zu den deutschen und lateinischen Werken Meister Eckharts auf den letzten Stand gebracht. Sie dürfte jetzt vollständig sein.
[6.9.24]
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In agro dominico
Textzeugen |
Paris, BNF, Ms. lat. 15185
Leipzig, UB, Deutsche Fragmente 86a |
Die Arbeit an der Bibliographie zeitigt hin- und wieder interessante Nebeneffekte. Bei der Bearbeitung des Jahrgangs 2009 fiel mir der Artikel von Gilbert Fournier auf (Maître Eckhart en Sorbonne
), der nach einem ersten oberflächlichen Blick meine volle Aufmerksamkeit erhielt. Die Pergamenthandschrift Ms. lat. 15815, aufbewahrt in Paris in der Biblithèque Nationale, entstanden sicher vor 1338 (da zu diesem Zeitpunkt ein Katalog der an der Sorbonne vorhandenen Manuskripte entstand), ist, wie Fournier schreibt: "zweifellos der älteste erhaltene Zeuge der direkten Überlieferung. Darüber hinaus ist es das einzige mittelalterliche Exemplar der "zweiten Überlieferung" (L. Sturlese) der Konstitution In agro dominico, d. h. derjenigen, die sie mit dem Brief von Johannes XXII. an Heinrich von Virneburg vom 15. April 1329 verbindet". ("Antérieur à 1338, il est incontestablement le plus ancien témoin de la tradition directe qui nous soit parvenu. De plus, il est l’unique exemplaire médiéval de la « seconde transmission » (L. Sturlese) de la constitution In agro dominico, à savoir celle qui l’associe à la lettre de Jean XXII à Henri de Virnebourg du 15 avril 1329", S. 80).
Fournier identifiziert zwei Schreiber A und B, wobei A den überwiegenden Teil der Hs. gestaltet, der wiederum zum größten Teil eine Abschrift der Summa contra Gentiles von Thomas von Aquin darstellt (sowie einiger anderer Autoren; Tabelle S. 82) als Kopie der Hs. Ms. lat. 15819. Schreiber B korrigiert die Texte von A und fügt am Ende des 182 Bll. umfassenden Manuskripts f. 181ra-182ra einen Text hinzu, den Delisle 1870 noch unzureichend als "Bulle de Jean XXII, du 15 avril 1329" beschrieb (Katalog, S. 25), bevor er 1985 von Shooner mit "Iohannes XXII. Litterae ad archiepiscopum Coloniensem de erroribus Echardi (15 Aprilis 1329)" konkretisiert wurde (Katalog, S. 299).
Aufgrund des "Exlibris" f. 182rb "Jste liber est pauperum magistrorum scolarium in domo de Sorbona, ex legato magistri Reygneri de Colonia, doctoris in theologia, quondam socij domus" vermutet Fournier in dem legato magistri Reygneri de Colonia den in den Acta Echardiana mehrfach genannten Kommissar Reinher Friso (Acta nn. 48, 50, 51, 53, 55 und 67), der Zugang zur Kanzlei des Heinrich von Virneburg hatte und somit den Brief des Papstes mühelos hätte kopieren (lassen) können.
Leider gibt Fournier keine Abschrift des Textes.
Zunächst wollte ich die Handschrift als 'P5' aufnehmen. Nachdem alles in html umgesetzt war, fiel mir auf, daß sie inhaltlich nicht paßte. Das war kein deutscher Textzeuge dessen, was Eckhart hätte geschrieben oder gesagt haben können. Dann fiel mir auf, daß ich zuletzt im April 2019 ebenfalls eine Kopie der Bulle in deutscher Übersetzung als "Wo6" aufgenommen hatte. Was tun ? Beide Bezeichnungen: P5 und Wo6 sind gelöscht, statt dessen befinden sich die beiden Handschriftenbeschreibungen zu Paris, Ms. lat. 15815 und Wolfenbüttel, Cod. 311 Helmst. nun in der Datei In agro dominico.
Hinzugekommen sind auch Angaben zu den Ausgaben des Textes und eine (lange) Liste an Übersetzungen.
[10.4.24]
Textzeugen
(weitere Beiträge s. Archiv)
Bereits Anfang September letzten Jahres gab die Universität Leipzig eine Pressemitteilung
heraus mit der reißerischen Überschrift: "Sensationeller Fund an der Universitätsbibliothek Leipzig. Ältestes Zeugnis von Meister Eckharts Werk entdeckt", was sogleich einen wahren Presserummel auslöste.
Grund des Aufruhrs waren zwei Pergamentquerstreifen eines ehemaligen Doppelblattes mit zusammen 6 (sechs !) Zeilen Text, die bereits 2014 aufgefunden worden waren, aber erst jetzt auf den Entstehungszeitraum 1290-1310 eingegrenzt werden und zwei unterschiedlichen Vorlagen zugeordnet werden konnten. Irritierend ist dabei, daß der eine Text der Predigt "Von zweierlei Wegen" entstammt, die bisher Johannes Franke zugeordnet worden war (s. Handschriftencensus
), nun aber "nach neuesten Erkenntnissen auf Eckhart zurückgeht" (?). Hier ist wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der zweite Text konnte bisher noch nicht bestimmt werden. Zur digitalen Präsentation der Streifen
.
Ich habe das "Deutsche Fragment 86a" vorerst unter der Sigle L5 aufgenommen.
[8.4.24]